
Eine Chance für das zweite Leben von Gummi - Recycling für die ErdeGummirecycling ist heute keine Science Fiction mehr, sondern ein fester Bestandteil des Elastomerprozesses. Neben der Verringerung der in die Umwelt gelangenden Schadstoffe und der Einhaltung der einschlägigen Umweltnormen sehen die Unternehmen dieses Thema nicht mehr als Notwendigkeit, sondern als Chance, Aufgaben nach dem GOZ-Prinzip (Kreislaufwirtschaft) zu erfüllen. Bei diesem Prinzip haben ordnungsgemäß verarbeitete Gummiprodukte, statt hunderte von Jahren auf Deponien zu liegen, die Chance, als einer von vielen Bestandteilen in neue Produkte zurückzukehren. Es gibt viele Gründe, warum Gummirecycling ist äußerst wichtig. Hier sind die wichtigsten von ihnen:
- Verringerung der Abfälle - Recycling ermöglicht die Wiederverwendung von Altmaterialien.
- Verringerung des CO2-Fußabdrucks - verringert die Notwendigkeit, neuen Kautschuk herzustellen, was zu Energieeinsparungen und einer Verringerung der Treibhausgasemissionen führt.
- Rückgewinnung von Rohstoffen - ermöglicht die Wiederverwendung von Materialien in verschiedenen Industriezweigen.
- Vorteile für die Wirtschaft - reduziert den Bedarf an neuen Materialien und die zu ihrer Herstellung benötigte Energie.
- Schutz der Umwelt - verhindert die negativen Auswirkungen der Lagerung nicht biologisch abbaubarer Materialien.
Schauen wir uns den Prozess des Gummirecyclings genauer an - eine Reise, die ein gebrauchtes Material in einen wertvollen Rohstoff verwandelt. Wie genau läuft das ab? Fangen wir ganz am Anfang an. Recycling-Prozess besteht aus mehreren wichtigen Phasen:
- Akquisition - Sammlung und Auswahl von Altgummi aus verschiedenen Quellen
- Zerkleinerung - meist unter Verwendung von Schneidmühlen, um Produkte in kleinere Fraktionen in Form von Flocken, Granulat und Staub umzuwandeln.
- Sortierung - Aufteilung der Materialien in Gummi/Stahl/Gewebe
Jeder dieser Schritte zielt darauf ab, gebrauchte Gummiprodukte in neues, wiederverwendbares Material umzuwandeln, wobei ein wichtiges Element die bereits erwähnte stoffliche Verwertung, bei dem Gummi in kleinere Fragmente zerkleinert wird. Diese kleineren Teile können in verschiedenen Produkten wiederverwendet werden, was sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch vorteilhaft ist. Es gibt viele Methoden des Materialrecyclings, wie z. B.:
- Mechanisch - die traditionelle Methode der physikalischen Zerkleinerung von Gummi
- Kryogenisch - Verwendung von Flüssigstickstoff zum Einfrieren und leichteren Zerkleinern von Gummi
Jede Methode zeichnet sich durch unterschiedliche Technologien und Kosten aus, aber alle haben das gleiche Ziel: die effiziente Verarbeitung von Gummi. Die Wahl der Methode hängt von den spezifischen Bedürfnissen und den verfügbaren Ressourcen ab. Interessanterweise gibt es neben den Standardtechnologien für die Verarbeitung von Gummiabfällen auch andere (komplexere) Methoden wie z. B.:
- Devulkanisierung - bei dem die (durch Vulkanisation entstandene) vernetzte Materialstruktur unter Einwirkung von Wärme und mechanischer Spannung entfernt wird.
- Pyrolyse - bei dem das Ausgangsmaterial je nach gewähltem Verfahren (niedrige/hohe Temperatur) in Gas, Öl und pyrolytischen Ruß aufgespalten wird. (Eine interessante Methode ist die Pyrolyse unter Verwendung geschmolzener Salze zur Beheizung des Reaktors).
Jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile, und die Wahl zwischen ihnen hängt von den Bedürfnissen des Industriesektors, den verfügbaren Ressourcen, den Kosten und den Anforderungen an das Endprodukt ab. Dank des technischen Fortschritts wird das Gummirecyclingverfahren immer effizienter und ermöglicht eine bessere Nutzung der Rohstoffe und eine geringere Umweltbelastung.
Justyna Jaskowiak Marketing-Spezialistin
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